Amerikanische Verbraucherorganisation fordert Minimierungsstrategie auch für USA
Die amerikanische Verbraucherorganisation Center For Science In The Public Interest (CSPI) hat die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) aufgefordert, die vom Bundesverbraucherministerium entwickelte und initiierte Acrylamid-Minimierungsstrategie auch in den USA anzuwenden. Das teilte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller, diese Woche (18. Juni) mit. "Dies bestätigt uns erneut, dass wir mit unserer Minimierungsstrategie auf dem richtigen Weg sind", so Müller. Angesichts der noch ungeklärten wissenschaftlichen Fragen und der komplexen Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge bei Bildung und Auswirkungen von Acrylamid sei die Minimierungsstrategie derzeit der einzige erfolgversprechende Ansatz. Dies werde durch die CSPI-Initiative erneut unterstrichen, so Müller.
Die Verbraucherorganisation, der auch namhafte Wissenschaftler angehören, hat sich mit einer umfangreichen Petition an die FDA gewandt und ein Vorgehen gefordert, wie es in Deutschland seit mehr als einem Jahr praktiziert wird: Anhand der tatsächlich gefundenen Acrylamidbelastung wird ein Schwellenwert definiert, der die zehn Prozent der am höchsten belasteten Produkte einer Warengruppe umfasst. Lebensmittelhersteller, deren Produkte in diesem Belastungsbereich liegen, werden von der amtlichen Lebensmittelkontrolle aufgefordert, ihre Produktion so umzustellen, dass die Acrylamidgehalte unter diesen Schwellenwert sinken. Zusätzlich hat das Bundesverbraucherministerium Gespräche mit der Wissenschaft und den betroffenen Wirtschaftsbereichen initiiert, um auch auf diesem Weg zu einer tatsächlichen Verringerung der Acrylamidgehalte in Lebensmitteln zu kommen. Als ein Ergebnis dieser Branchengespräche haben sich die Hersteller von Backofen-Pommes Frites verpflichtet, die auf den Packungen aufgedruckten Erhitzungs-Empfehlungen zu senken.
Information des Verbraucherministeriums vom 20.06.2003
Forum |
Gästebuch |
Links |
Impressum
Email: Lebensmittelkontrolleure@bvlk.de